Jason & Freya

Nun, wo der Lockdown kurz bevorzustehen scheint, habe ich etwas Zeit Arbeiten aus den vergangenen Monaten zu veröffentlichen. Was hemmt, sind häufig die Texte, für die es mir in letzter Zeit an Muße und Ruhe fehlte.

Jetzt, da mich meine Kameras traurig von der Seite anzusehen scheinen, ob der Durststrecke, die zu kommen droht, will ich mich wenigstens dem widmen, was bereits entstanden ist. Wie zum Beispiel diese Fotos mit Freya und Jason im vergangenen Sommer.

Ich kenne Jason schon seit einiger Zeit. Doch mehr als ein paar Bewerbungsfotos habe ich von ihm bisher nicht geschossen. Als er mich ein halbes Jahr vor dem Shooting anspricht, freue ich mich sehr. Er will Freya dieses Shooting schenken und hofft, dass ich Lust habe, mit den beiden zu arbeiten. Einige Monate später sehen wir uns in einer Hallenser Wohnung von Freunden wieder und ich begleite die beiden mit meiner Kamera. Ausnahmsweise mal wieder digital.

Ich danke euch für euer Vertrauen.

Karen III

Seit unserem Shooting sind mittlerweile schon wieder 3 Monate vergangen. Und dieser Beitrag mit dem letzten Set von Karen, das auch am Shootingtag den Abschluss bildete, fristete seit dem sein tristes Dasein zwischen veröffentlichten und nicht veröffentlichten Beiträgen mit vielen anderen Fotos.

Im letzten Jahr entstanden so viele Fotos mit so vielen tollen Menschen, die ich euch alle nicht vorenthalten möchte. Doch immer wieder geht es mir, zwischen neuen Fotoshootings, Job, Freelancer-Arbeiten und Sozialleben, durch die Lappen, das auch alles hier zu posten. Und so wird das wahrscheinlich auch bleiben mit dieser Herzenssache, in der ich mich so gerne verliere.

Mamiya RZ67 Pro II
Kodak Portra 400

Mia

“Wasn’t thinking of paying attention
Just sat my feet down and started runnin’
Kept to myself – most of the time
All the while thought of nothin’
Next to nothing
Next to nothing”

All Them Witches ‒ Internet?

Jo & Marina

Nachdem ich im vergangenen Herbst ein paar Tage in Barcelona arbeiten war, habe ich ein paar freie Tage drangehängt. Bei meinen ausgedehnten Spaziergängen durch die Straßen der Stadt habe ich einige schöne Ecken entdeckt, interessante Menschen gesehen und viele Fotos gemacht.

An einem gemeinsamen Abend mit meinem Airbnb Host Jo und seiner Freundin Marina habe ich die beiden kurzerhand gefragt, ob sie für ein paar Fotos mit mir auf einen Spaziergang gehen würden. Gesagt getan. Einen Tag später laufen wir im späten Abendlicht durch die Straßen von El Poble Sec. Aus den Lebensmittel- und Drogerie-Läden und Restaurants scheint das Licht in die engen Gassen. Wir haben nur Zeit für ein paar wenige Fotos, bevor es ganz dunkel wird.

Irene

Es ist früher Nachmittag und die spätsommerliche catalanische Sonne Barcelonas gibt noch einmal alles, um mich zu rösten. Irene kommt kurz nach mir im Park hinter dem Museu Nacional d’Art de Catalunya an. Wir hatten uns verabredet und teilen die Faszination für die Fotografie.

Nach guten Gesprächen im kühlenden Schatten brechen wir auf, um unsere Bahnen zu erwischen. Unterwegs fällt mir auf den Stufen vor dem Museu National eine Ecke auf. Die Wand ist grün bewachsen und die letzten Strahlen des Abendlichts werfen durch die schmalen Blätter und Äste scharfkantige Schatten ins Nichts. Irene fängt die Schatten auf und ich fülle die verbleibenden 12 Bilder auf meinem Kodak Gold mit dem, was ich sehe.

Dann brechen wir schließlich auf in Richtung des Plaça de Josep Puig i Cadafalch, um uns zu verabschieden und zu unseren Bahnen zu laufen. Es ist mein vorletzter Tag in Barcelona, der hier zu Ende geht.