Maryam

Schon in meinen Aachener Zeiten war das Café Kittel immer wieder ein Ort für gesellige Ruhe, guten Kaffee und kühles Bier. Mit Maryam treffe ich mich an meinem Besuchstag in der regnerisch-diesigen Kaiserstadt. Wir haben uns damals kennengelernt, in den letzten Jahren ein bisschen aus den Augen verloren und vor einiger Zeit auf Instagram wiedergefunden.

Seitdem schrieben wir dann und wann. Und dann trafen wir uns nach über 5 Jahren wieder. Beide verändert. Äußerlich wie innerlich. Aber nach wie vor auf einem Level. Nach wie vor fähig, gemeinsam mehrere Stunden mit Gesprächen zu füllen. Nebenbei trinken wir Kaffee und später Bier. Hier und da ein Foto. Die Gäste um uns herum gucken nur kurz und widmen sich dann wieder ihren Getränken, Laptops und GesprächspartnerInnen.

Draußen wird es dunkel. Das Licht schimmert noch einmal in kräftigem Blau und mischt sich mit dem Grün der Werbetafel im großen Schaufenster, in dem wir zwischenzeitlich sitzen. Während vor einer Stunde der Laden noch sehr voll, fast jeder Tisch besetzt war, sind nun einige der Gäste wieder gegangen. Die Tische um uns herum sind frei und die tief hängenden Lampen spenden ihr Licht in gelben Kegeln. Maryam sieht zur Kamera, wie zu einem Fremden am Tisch nebenan. Der, der da schon seit einer Weile sitzt und mit dem man etwas gemeinsam hat: die Zeit, die man in diesem Café verbringt. Eine vergängliche Begegnung, der man kurz Bedeutung beimisst und dann wieder vergisst. Aber der Moment ist lebendig und die Blicke werden es dadurch auch.

Vielen Dank für diesen schönen Nachmittag und Abend, dein Vertrauen und die guten Gespräche. Bis bald.

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