Coco II

Teil 2

Heiß ist es an diesem Tag im Juni. Ich bin viel zu warm angezogen. Im Studio ist es nicht sehr viel kühler. Dumm, Felix. Dumm. Eine lange schwarze Jeans bei 30°C. Wetterbericht sollte man lesen können. Coco bietet mir da Nachhilfe an. Danke! Als ich gerade die Belichtung messen will, bevor ich meine Mamiya und Coco einander vorstelle, muss ich feststellen, dass mein Belichtungsmesser wohl noch zufrieden irgendwo zu Hause von einem Nagel baumelt und seinen freien Tag genießt. Zum Glück hilft Sophie mir heldinnenhaft aus und bringt mir ihren Belichtungsmesser sogar ins Studio. Wieder danke, diesmal nicht ironisch. Aber genug der kleinen Stolpereien.

Anfangs tasten wir uns gegenseitig noch etwas ab. Die Kamera, Coco und ich. Versuchen zu verstehen wie wir miteinander funktionieren und schließlich harmonieren können. Wie ein gemeinsames und leichtgängiges Schieben an einem gemeinsamen mentalen Regler fühlt es sich fast an, als nach und nach immer mehr die Bilder entstehen. Bilder die ich mir vorgestellt, über die wir im Voraus als Stimmung gesprochen hatten. Dann geht es wie von selbst. Zwischen Stille, Lachen, Musik, einem Schluck Bier und Reden. Das Licht ist uns an diesem Tag ein gutmütiger Begleiter. Im Hintergrund läuft Musik, ich steige barfuß auf eine Leiter, die Kamera in der Hand. Dann wieder nahe Portraits von Gesicht und Händen. Und Coco entspannt sich immer weiter.

Film zwei und drei werden langsam voll… Kodak Portra 400 in der Mamiya, Kodak Gold 200 in der Canon EOS 5.