Nina III

Von der lauten, vollen Straße an einen ruhigeren, ungestörteren Ort. Mein Hinterhof. Eine kleine, etwas angeranzte, grüne Oase. Das Blätterdach, das die Sitzecke überspannt ist ein bisschen löchrig. Aber ich erspähe im hinteren Eck eine Stelle, die mir gefällt. Die Mittagssonne ist hier nicht so stark und durch die Blätter schimmer ihr Licht grünlich auf den hellen Steinen. Nina zieht sich etwas dunkleres an. Jetzt gibt es da nur noch das Licht und sie. Es ist, als wollten die Lichtflecken die klare Silouhette von Ninas frisch rasiertem Kopf abtasten. Fühlen, wer sich da zwischen sie und die Wand stellt. Dann ist da noch das Licht, das durch das größere Loch fällt und die Konturen von Ninas Gesicht betont und sanft neu zu zeichnen scheint. Und es ist ruhig. Nur im Hintergrund hört man noch die nahegelegene Großbaustelle, den Verkehr, die Menschen.

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