Victoria









Bevor ich für zwei Wochen meine Heimat besuchte, habe ich Victoria auf der allseits bekannten, blau-weißen Social-Media-Plattform entdeckt. Also: kurzerhand angeschrieben, eine positive Antwort bekommen und “Mitte, Ende August” als Shooting-Datum ausgemacht. Vor vier Tagen schreibt mir dann Victoria, ob ich am nächsten Tag Zeit für ein Shooting mit ihr hätte. Ja, hatte ich. Und ich bin sehr sehr froh darüber. In der Nacht davor bin ich aus der Heimat wiedergekommen.

Als Victoria hier ankommt, ist die Bude brütend warm. Ich koche Kaffee, Victoria breitet ihre Outfits aus. Als wir die Fenster öffnen, schleicht uns ein sanfter Lufthauch wie eine unsichtbare Katze um die Beine. Angenehm. Das Licht ist schnell eingerichtet, das Outfit ausgesucht und Victoria locker. Ich bin noch etwas unsicher, nach knapp fünf Monaten Shooting-Pause. Die Kamera liegt schwer in meinen warmen Händen. Victoria schlägt die großen Augen auf und ich löse aus. Da ist es wieder, das gute Gefühl. Die innere Ruhe. Die Begeisterung. Die Faszination am Licht, an der Fotografie.
Wie konnte ich das nur so lange so schleifen lassen?

Wir unterhalten uns. Hier und da Gesprächsfetzen. Im Hintergrund läuft Musik von AnnenMayKantereit und Derrick Morgan mal lauter, mal leiser. Kaffee, Mate und Wasser sorgen dafür, dass die Kehle nicht zur Rosine wird, die unsichtbare Katze lässt einen immer wieder einen Anflug von Kühle spüren.

Nachdem in den letzten Wochen viel abseits der Fotografie passiert ist, “malu” wurde ausgezeichnet, Interviews wurden gegeben, Menschen getroffen, Aufträge bearbeitet, tut es gut, mit Victoria wieder zur Fotografie zurück zu finden. Manchmal ist die Zukunftsplanung eben wichtiger als die Leidenschaft. Und für meine Zukunft hat sich und habe ich in den letzten Wochen und Monaten viel getan. Das tut gut und beruhigt ungemein. Jetzt den Bachelor anpacken und hoffentlich nebenbei viel viel viel fotografieren.

Fortsetzung folgt… ;)

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