Lissabon

Seit meinem Besuch in Lissabon ist über ein Jahr vergangen. Es war die erste Reise, auf der mich ausschließlich eine analoge Kamera begleitet hat. An der Nikon FG meines Papas hängt mir zu viel Emotion. Die Canon AE-1 musste herhalten als meine zuverlässige Begleiterin. Dazu vier Rollen Kodak Gold und ab die Post.

Der inspirierend triste Hostel-Hinterhof mit Retro-Laufband und trocknender Wäsche in der kühlen April-Brise, ein Café, in dem ich einige Seiten las, die Fähre an einem verhangenen Tag, Lichtspiele im Bahnhof Santa Apolonia und die charakteristischen Fassaden der Altbauten Lissabons bilden die visuelle Essenz meiner Erinnerungen an die wenigen Tage in Portugal.

Leipzig, Neujahr 2020

Wie Laub im Herbst.
Ist aber Dreck. Von Böllern.

Visuelle Notizen an Neujahr 2020. Leipzig.

Mamiya RZ67 Pro II
Kodak Portra 160vc, +1 Stop

Jason & Freya II

“Über den Dächern greift die Sonne die Dunkelheit an, heißt heute war heftig, doch heute land’ ich und gestern will in mein Bettchen, heißt will schlafen will nichts mehr essen, will ratzen. Einer der letzten des Abends, verstecke mich vor den Strahlen.

Hände in den Taschen, Sohle auf kaputter Flasche, ich trinke noch einen Schluck und stöck die feuerrote Asche. Schau wie sie fliegt, die Wolken leuten rosa/rot, ich habe keine Energie, habe mich ausgetobt.

Mein Gesicht ist wie taub, meine Jacke riecht nach Rauch, meine Hände sind so ungeschickt ich lache sie aus. Taumel ohne Beistand auf zwei Beinen, die nicht mehr laufen können. Ich glaube ich schlafe tagelang wenn ich erst nach hause komm’.”

Kobito & Sookee – Augen zu

Mia II

Visuelle Notiz mit Robinie und Brust.

Mia, Leipzig, August 2019

Jason & Freya

Nun, wo der Lockdown kurz bevorzustehen scheint, habe ich etwas Zeit Arbeiten aus den vergangenen Monaten zu veröffentlichen. Was hemmt, sind häufig die Texte, für die es mir in letzter Zeit an Muße und Ruhe fehlte.

Jetzt, da mich meine Kameras traurig von der Seite anzusehen scheinen, ob der Durststrecke, die zu kommen droht, will ich mich wenigstens dem widmen, was bereits entstanden ist. Wie zum Beispiel diese Fotos mit Freya und Jason im vergangenen Sommer.

Ich kenne Jason schon seit einiger Zeit. Doch mehr als ein paar Bewerbungsfotos habe ich von ihm bisher nicht geschossen. Als er mich ein halbes Jahr vor dem Shooting anspricht, freue ich mich sehr. Er will Freya dieses Shooting schenken und hofft, dass ich Lust habe, mit den beiden zu arbeiten. Einige Monate später sehen wir uns in einer Hallenser Wohnung von Freunden wieder und ich begleite die beiden mit meiner Kamera. Ausnahmsweise mal wieder digital.

Ich danke euch für euer Vertrauen.