Alex + Malou IV








Die gelöste Stimmung, das gemütliche Bett, die warme Heizungsluft – das alles ist schön. Trotzdem muss das Shooting irgendwann einmal zu Ende gehen. Und so stecken sich Malou und Alex ihre letzte Kippe an. Machen es sich noch einmal miteinander gemütlich. Die letzten Fetzen Stoff finden ihren Weg neben das Bett. Die Stimmung ist vertraut und ich genieße das große Vertrauen der beiden sehr. Danke.

Und euch, ihr treuen Leserinnen und Leser, euch wünsche ich noch ein frohes neues Jahr. :) Ich hoffe, euch auch in diesem Jahr mit meinen Bildern und Texten immer wieder mal ein paar Momente fesseln und begeistern zu können.

Alex + Malou III






Als Malou und Alex im Bett liegen verliere ich mehr und mehr das Gefühl, dass die beiden sich nicht kennen könnten. Ich denke besser gesagt kaum mehr darüber nach, sondern finde immer häufiger und natürlicher die ruhigen Momente die zwischen Worten und der eigentlich so künstlichen Situation liegen.

Während Malou Alex mit ihrer Nähe zu beschützen scheint, bewege ich mich um die beiden herum. Dann fängt mich Malou mit ihrem Blick über Alex’ Nacken hinweg ein. Und ich löse noch einmal aus. Im Hintergrund läuft leise die Musik weiter.

Alex + Malou II








Als wir die ersten Fotos geschossen und die beiden miteinander in ihren Rollen aufgegangen sind, tauschen wir die trockene Heizungsluft im Zimmer gegen ein bisschen frische Herbstluft von draußen. Alex verlässt das Zimmer, Malou dreht sich eine und ich absorbiere den Moment. Ich merke wieder: Ich brauche die Fotografie.

Die beiden stehen auf dem Balkon und rauchen. Das weiche Gegenlicht zeichnet die Konturen der Körper nach und die beiden tauchen wieder in diese tiefe Vertrautheit, die mich angesichts der Umstände beeindruckt. Malou legt ihre Arme um Alex und der kalte Wind auf dem Balkon im dritten Stock lässt beiden eine Gänsehaut überlaufen.

Dann wird es langsam zu frisch und wir gehen zurück in das warme Zimmer, wo das frisch bezogene Bett wartet.

Fortsetzung folgt…

Alex + Malou


 


Ein Mittwoch in einer der letzen Wochen. Draußen ist Herbst. Die Bäume werden kahl, die Luft frischer und das Licht an diesem Tag hat eine trübe Kühle. Es mischt sich mit der Wärme der Glühlampen im warmen Zimmer. Alex und ich räumen noch zwei, drei Dinge von A nach B – Malou kommt ein bisschen später.

Der Dienstagabend davor. Die zweite Runde Bier ist angebrochen. Wir stecken gemeinsam unsere Erwartungshorizonte ab. Gleichen ab und fühlen vor, wie wir uns das gemeinsame Shooting am nächsten Tag vorstellen. Kein Diskussionsbedarf. Wir ticken gleich.

Ich schlürfe noch meinen letzten Kaffee für diesen Mittwochmorgen aus und im Hintergrund dreht sich die LA Woman LP der Doors auf dem alten Sony Plattenspieler, als Malou kommt. Das Zimmer ist warm, die Luft dick und voller Erwartungen. Aber alle sind den Umständen entsprechend entspannt. Denn wenn ich ehrlich bin, sind die beiden kein Paar. Genauer gesagt kennen sie sich zum Zeitpunkt des Shootings erst seit sechs Tagen…

Fortsetzung folgt…

Caro – Analog


Oh Frühling – herzlich willkommen. Abends ist es lange hell, das Wetter wechselt zwischen gleißender Sonne, Starkregenschauern, Schneeregen und Sturmböen – der April klopft deutlich an die Tür. Schön schön schön!

Ihr erinnert euch sicher noch an Caro, die ich im November letzten Jahres fotografieren durfte.
Auch sie wollte ich unbedingt in aller Ruhe auf 6×9 festhalten.
Linhof Technika 70 auf Ilford XP2

Doppelbelichtungen – Teil 2




Teil zwei meiner Doppelbelichtungs-Serie mit der Linhof Technika 70 auf Ilford XP2.
Diesmal neben Sarah auch mit Annette und Caro.
Ich danke Euch für Eure Geduld und das Ruhighalten! :)

Doppelbelichtungen – Teil 1



Seit ungefähr drei Jahren steht nun die wunderbare Linhof Technika 70 in meiner Sammlung. Und bisher habe ich sie nie richtig eingesetzt. Mal hier, mal da. Aber in den letzten Monaten habe ich bei jedem Shooting eine Doppelbelichtung der Models gemacht. Das erfordert Zeit, das erfordert Geduld und reichlich Stillhaltevermögen auf Seiten der Models. Da mir der Rangefinder fehlt, muss ich über das Mattscheiben-Rückteil alles einstellen, dieses dann durch das Superrollex-Film-Rückteil austauschen und dann auslösen. Das kann schon mal so seine Zeit in Anspruch nehmen. Aber alle haben tapfer durchgehalten und geduldig gewartet.

Die Idee der Doppelbelichtung ist keine neue, aber immer wieder eine wunderbare. Ich bin fasziniert von den kippbilder-artigen Aufnahmen, deren Ergebnis immer nur zu einem Teil vorhersehbar und planbar ist. Mal sieht man die eine, mal die andere Aufnahme in einem Bild. Ein ebenso einfacher, wie beeinruckender Effekt. Natürlich nur echt als Analog-Aufnahme. Wenn man dann die 6 x 9 cm großen Negative in der Hand hält ist das ein schöner Moment. Vor allem nach dieser langen Zeit, die er im Rückteil verbracht hat. Großbild hat immer seine ganz eigene Faszination.

Danke an Sarah und Sabine.

Festgehalten auf Ilford XP2

Xenia Avenir – Analog



Ich eröffne eine kleine Reihe von Linhof-Fotos mit Fotos, die schon seit langer Zeit auf meinem Rechner schlummern und die ich schon fast vergessen hatte. Die Linhof Technika 70, die ich vor ca. zwei Jahren bekommen habe, eröffnet mir eine neue Welt der Fotografie. Ein neues Gefühl und neue Wege, die ich gehen darf. Dieser Film hier war der erste, den ich mit dieser Kamera durchgeschossen habe und ich war sehr glücklich über diese beiden Ergebnisse. Der Tilt-Shift-Effekt ist zwar, durch die modellhaft anmutenden Stadt-Fotos, etwas überreizt worden, trotzdem finde ich, dass er für Portraits ein wunderbares Stilmittel abgibt, das es für mich in Zukunft noch zu erkunden gilt…

Es ist doch immer wieder schön, wenn man nur so wenig Fotos pro Film zur Verfügung hat und dabei dann gute Sachen entstehen. Bei acht Fotos pro 120 mm-Film überlegt man sich recht genau, wie man das Bild arrangiert. Da geht noch mehr und ich bin gespannt, wie das aussieht…

anonym



Neues vom alten Film. Neues von einer alten Bekannten. Xenia!
Notiz an mich selbst: Ich sollte mehr Doppelbelichtungen machen.
Und heute kam der zweite Film an. Zehn schwarz-weiß-Fotos auf einem Ilford HP5. Ihr werdet bald sehen, was dabei rausgekommen ist. :)

Xenia Avenir: farbig, analog


Man man man. Da habe ich vor einer Woche meinen Film zum entwickeln gegeben. Aber nicht irgendeinen. Nein. Den Film habe ich in meiner Filmsammlung gefunden. Einsortiert unter “unbelichtet” – das Label um den 160vc verriet mir allerdings, dass dem nicht so war. Ein belichteter Film mit 12 Fotos, der schon weiß Gott wie lange bei mir rumlungert.

Und was ich darauf entdeckte, hat mir heute im Labor ein großes Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Fotos von Xenia Avenir, Vincent Littlehat und Victoria Lb habe ich darauf gefunden. Alle noch top in Schuss.

Heute zeige ich euch also einen ersten Teil aus Xenias und meinem ersten gemeinsamen Shooting vor zirka zwei Jahren in Berlin.

Achtung. Da kommen demnächst noch mehr… :)

Linda III


Linda ist entspannt. Und das merkt man ihr an. Das sieht man ihr an. Ich bin mit meiner Kamera stiller Beobachter und bewege mich frei um Linda herum. Mal näher. Mal weiter weg. Aber niemals distanziert.

Katha

Katha
Eine weitere Entdeckung unter der Vielzahl an gescannten Negativen.
Meine sehr gute Freundin Katha bei einem Wochenend-Besuch in Aachen, im Sommer 2011.
Es war ein großartiges Wochenende. Und obwohl wir uns davor seit mindestens 1,5 Jahren, so genau hat das keiner datiert, nicht mehr gesehen hatten, war es, als wäre es erst gestern gewesen. Dieses Foto fängt die Stimmung dieser kurzen Zeit in Aachen bezeichnend ein. Danke, Katha!
Rolleicord III, Ilford HP5

Pandoras Bliss 2011


Im Sommer 2011 hatte ich ein Shooting mit der Eupener/Aachener Grunge-Band Pandora’s Bliss, damals noch Pandora, in der aachener Innenstadt.
Bei den entwickelten Negativen, die ich Anfang Januar eingescannt habe, fand ich einige Fotos aus diesem Shooting wieder. Schöne Erinnerungen an einen gemütlichen, entspannten und sonnigen Tag mit Bier, Pandora und einem Reggae-Konzert. Dazu noch Fotos ausdrucksstarker Gesichter einer sympathischen Band. Danke an Annie, Mia und Roman.

Kamera: Nikon FG
Filme: AGX100, Kodak Portra 160vc

Die Band tourte in den vergangenen Jahren durch die USA, Japan und Europa. Derzeit arbeiten sie auf Hochtouren am neuen Album.
Und auch in diesem Jahr sind die Drei wieder auf Tour:
March 1st – Apparat, Koblenz
April 6th – Le Chat Noir, Paris
Apirl 7th – Paris Poppins, Paris
April 13th – Kontorkeller, Greifswald
April 26th – Tube, Düsseldorf
May 19th – Exhaus, Trier

Mehr Daten gibt es hier:
http://www.pandorasguitar.com/gigs.html
http://www.facebook.com/pandorasbliss

Analoge Ausgrabungen: Jahrmarkt


Jahrmärkte haben etwas Magisches. Man betritt, mit dem Überschreiten des Eingangs, eine andere Welt, in der die Zeit teilweise stehengeblieben zu sein scheint, gleichermaßen aber in Form von lauter Musik und unzähligen Lichtern unaufhaltsam voranschreitet und einem ins Gesicht brüllt: Beachte mich.

Und wie, ja wie könnte man anders, als dieser Versuchung nicht zu widerstehen. Beachtung erfahren die Fahrgeschäfte, das bunte Treiben und die einmaligen Typen an den Fahrgeschäften, sowie die immernetten Menschen in den Süßwarenwägen von mir im Sommer 2011, in Form von Fotografie. Sowohl mit der Nikon FG, als auch mit meiner Rolleicord.

Jeweils auf Farbfilm gebannt, entfalten die Gezeigten, zwischen Lebkuchenherz, kandierten Schalenfrüchten und Stahlmonstern, eine Kraft, die von der stereotypen Ausstrahlung einiger von ihnen ausgeht, die den Geruch, die Geräusche und die Athmosphäre wieder in Erinnerung ruft.
Die Zeit scheint stehengeblieben in dieser Welt und doch ist es so… heute.

Und wie immer bei meinen analogen Fotos ist nichts bearbeitet.

Analoge Ausgrabungen

aimg_07
Meine Güte. Diese Filme lagen jetzt über zwei Jahre in drei verschiedenen Kühlschränken. Aachen und Halle haben sie gesehen. Den Umzug wohlbehalten überlebt. Eineinhalb Jahre brachten sie dann noch abwechselnd im Gemüsefach oder in meinem Fach in den Kühlschränken meiner Hallenser WG zu – wohlig verpackt in zwei Lagen Plastiktüten, sortiert nach Farbe und Schwarz-Weiß.

Anfang dieses Jahres, der ja… ja sagen wir er dauert noch an, der noch andauert, fanden sie dann endlich ihren Weg zu meinem Fotolabor des Vertrauens in Aachen. Einen größeren Hallenser Anbieter meide ich fortwährend – da kommen die Filme doch gern mal verkratzt aus der Entwicklung wieder. Nach drei Tagen Scannen und Archivieren sind die Fotos dann auch mal digitalisiert. Natürlich sind alle analogen Fotos, die ich veröffentliche unbearbeitet.

Nunja. Hier ist ein Teil eines Films, den ich im Herbst 2011 in Halle mit einer Rolleiflex K4A geschossen habe. Da war hier für mich noch alles neu und frisch. Und schon damals in Aachen habe ich an meinen ersten Tagen in der neuen Stadt und Wohnung selbige Fotografiert. Das tut irgendwie gut und schafft Nähe. Und man sollte das immer tun bevor man sich zu sehr an die Umgebung gewöhnt und die Besonderheiten zum Alltag werden. Wieso also nicht auch in Halle. Es überkommt mich da einfach immer wieder.