Lisa

Lisa ist mir schon vor längerem aufgefallen, als sie als Model noch aktiver aufgetreten ist. Dass sie, die ich ebenso lange fotografieren möchte wie ich ihre Fotos kenne, jetzt auch mit auf dem fokus16 ist, ist ein wunderbarer Zufall. Durch ihre derbe und sehr laute Art ist sie mir ab dem ersten Moment sympathisch und wir wissen, dass wir zusammen shooten werden.

Tags drauf finden wir uns im Gewächshaus wieder. Anfänglich tun wir uns noch etwas schwer, den richtigen Ausschnitt, die richtige Stelle in der Location zu finden, lassen uns Zeit, quatschen und lachen und finden dann, als Lisa schon fast ganz durchgefroren ist, den Ort der Begierde. Die Konturen von Lisa’s athletischem Körper werden von dem Licht nachgezeichnet, das durch das teilweise schneebedeckte Glasdach fällt. Wir machen Faxen und ich versuche bei aller Ruhe, die ich für meine Fotografie haben möchte, Lisa möglichst zügig wieder ins Warme schicken zu können. Aber sie hält eisern durch und ich höre auf, mir darüber größere Gedanken zu machen.

Ryan






Für 2016 habe ich mir unter anderem vorgenommen, mal mehr Männer vor meine Linse zu ziehen, um sie zu fotografieren. Den Anfang machte während des #fokus16-Meet-Ups Ryan. Ein sympathischer Kerl, der zu jeder Schandtat bereit ist und weiß, was er will. Ich allerdings, weiß nicht mehr, ob Ryan mich angesprochen hat oder ich Ryan. Wichtig ist nur: wir sind irgendwie zusammen gekommen und konnten ein paar Fotos zaubern.

Kurz und kalt ist es, der Geruch frischen Rauchs liegt in der Luft und von draußen zieht die kühle Luft des Bayerischen Waldes in das leere Zimmer im Anbau unserer Unterkunft. Wie von selbst sucht sich meine Kamera die richtigen Bildausschnitte und ich halte fest, was sie mir zeigt.

Maida

Schon am ersten Tag fiel mir die türkise Holzwand ins Auge, als wir eine Hausführung von Daniel bekamen. Maida hingegen war mir schon in der Planungsphase zu #fokus16 aufgefallen. Am ersten Abend spreche ich sie an und wir verabreden uns für ein kleines Shooting am nächsten Tag. Treffpunkt: vor der türkisen Wand.

Der einsetzende Schneefall, am Mittag des zweiten Tages auf dem #fokus16 Fotomeetup, tut der Shootingmotivation keinen Abbruch – eher im Gegenteil. Die dicken Flocken machen sich gut im Bild. Maida wählt das passende Outfit, ich den entsprechenden Bildschnitt. Wir verstehen uns ohne viele Worte, lachen und werden wieder ernster.

Im einen Moment will ich etwas sagen und einen Augenblick vorher hat Maida es irgendwie wohl schon gefühlt und den Kopf geneigt, den Blick in die Kamera gelenkt oder die Hände in die Taschen gesteckt. Die Bilder scheinen ihren Weg wie von selbst in die Kamera zu finden. Ich fokussiere, suche meinen Bildausschnitt und lasse ihn wieder fallen. Zwei Schritte zurück, einen nach rechts. Blick durch den Sucher – und da ist er dann, der richtige Blickwinkel. Jetzt nur noch auslösen. Danke für’s Frieren, Maida.

Claudia










Foto-Meet-Up Nummer zwei für mich. Diesmal unter dem Titel #fokus16 und mit vielen neuen und auch altbekannten Gesichtern. War es bei #obenII im letzten Oktober noch die raue Ostsee, die uns in ihren Bann zog und uns die schönsten Locations bot, durften wir diesmal durch 20 cm tiefen Schnee waten und rund um ein Haus im Bayerischen Wald verlustieren. Auch gut. Erster Tag – reiner Ankunftstag. Dann, am zweiten Tag darf ich Claudia fotografieren. Wir haben bereits seit längerem Kontakt wegen eines Shootings aufgenommen, sind aber nie dazu gekommen, es umzusetzen. Umso schöner, das jetzt in ruhigem Ambiente nachholen zu können.

Das erste Shooting führt uns in den Wald. Nach einigen Umwegen und nervenzehrender Parkplatzsuche, haben wir den Ort der Wahl gefunden. Claudia sieht sich um, ich mache meine Kamera im Schatten der Bäume bereit. Als der schwarze Mantel von den Schultern gleitet und der orangene Pullover seinen Kontrast zum Grün des Waldes und zum Blau des Himmels preisgibt, bleibt mir nichts anderes als Begeisterung. Danke, Claudia.