Jenny





Spontanes Schilfgeflüster mit Jennifer Zinke. Jenny steht eigentlich auch eher hinter als vor der Kamera. Doch als wir gerade ein paar Minuten Zeit haben und die Sonne langsam sinkt, machen wir uns los. Fünf Minuten Fußweg trennen unsere Unterkunft von der Location im Schilf. Wir bahnen uns behutsam unseren Weg durch die hohen Halme, die Kamera um die Schulter hängend. Die Stimmung ist entspannt, der Wind pfeift uns um die Nasen und ich wandere, auf der Suche nach verschiedenen Blickwinkeln, um Jenny herum. Dann löse ich aus. Eins, zwei, drei… dann noch ein paar Male.
Danke, Jenny.

Wer sehen will, was sie so Wunderbares durch die Kamera sieht, guckt sich am besten ihre Facebook-Seite an.

Charlotte





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Das neue Jahr hat begonnen, meine Reise nach Rügen liegt mittlerweile ungefähr zwei Monate zurück und ich schaue in ein vielversprechendes 2016. Allerhöchste Zeit also, sich, nach schönen Aufträgen im letzten Quartal, wieder an freie, persönliche Arbeiten zu machen. Da aber noch nichts Neues existiert, ein Meetup erst in zwei Wochen stattfindet und das Shooting mit der wunderbaren Azaria Noemi auch erst Ende Januar realisiert wird, möchte ich die Wartezeit in den nächsten Tagen mit letzten Fotos aus Rügen verkürzen.

Den Anfang des stürmischen Abschlusses bildet Charlotte. Die Bildauswahl ist mir hier besonders schwer gefallen. Aber warum nicht auch mal einfach… zehn (10!) Bilder veröffentlichen… hach.

Der Wind am Kap Arkona pfeift um die nassen Beine und durch die langen Haare. Die Haare auf den Armen stellen sich auf, bevor ich auf den Auslöser drücken kann. Schön.

Für die einen ist das bewölkte Wetter an diesem Tag Grund zum Ärger. Ich, als Teil der anderen, bin glücklich über das sanfte Licht. Über die harten Kontraste mit weichen Schatten, die sich so stimmungsvoll ineinander fügen. Und dann bricht Charlotte diese kühle Schönheit des Trüben durch Wärme, klare Körperkonturen und ihre Blicke auf. Den Kratzer am Oberschenkel zieht sie sich, ohne es zu merken, beim Herumkraxeln auf den Steinen zu. Es ist einfach zu kalt. Aber sie hält durch. Danke!

Dani








Als wir am Abend des 23. Oktober in unserer Unterkunft auf Rügen ankommen, steigen wir, nach einer rund fünfstündigen Fahrt, aus Danis 1er BMW. Das Licht atemberaubend, die Luft das Gegenteil. Es duftet nach Meer und die frische Seeluft strömt das erste Mal tief in die Stadtlungen. Zu lange ist es her und ich fühle mich sofort angekommen, will ans Meer. Wir packen unsere Sachen aus und spontan entscheiden Dani und ich uns, noch am selben Abend ein Shooting zu starten.

Die Sonne geht unter und berührt schon den Horizont, als wir am schmalen Strand ankommen. Das Schilf wiegt sich in der leichten Brise und Danis Haare scheinen das, von Freiheit durchströmt, genau so zu genießen, wie ich. Ich nähere mich Dani langsam mit meiner Kamera, löse aus und die Sonne sinkt langsam weiter. Die Hüllen fallen vorsichtig und das Tuch bietet Schutz vor der Kälte. Ich löse wieder aus. Danke, Dani!

Björn








Einen Fotografen zu fotografieren, ist immer eine besondere Situation. Björn Lexius dürfte einigen ein Begriff sein. Er ist unter anderem verantwortlich für Hafenliebe Wedding Photography und We Are Traffic. Seine Menschenfotos liebe ich und wir wussten beide, dass der jeweils andere von einem weiß, ohne bisher jemals in Kontakt zu treten. Großer Fehler.

Als wir am Sonntag Nachmittag auf einen Schnack an den breiten Sandstrand von Rügen gehen, haben wir schon ein paar kleine Fotosessions und Gespräche hinter uns. Ich habe vorsichtshalber meine Kamera mitgenommen und Björn schon einmal vorgewarnt, dass ich ihn wohl noch irgendwann mal fotografieren möchte.
Ein gutes Gespräch später, während wir am Wasser stehen und die Wellen im Hintergrund hören, fragt er, was ich denn jetzt fotografisch so vorhätte. Ich lasse ihn stehen, wo er ist und gehe mit meiner Kamera ein paar Schritte weiter. Dann löse ich aus, komme wieder näher und löse weiter aus. Irgendwie sind wir uns sympathisch.
Freut mich!

Es war mir eine Ehre.
Bis bald, Björn!

Amy




Rügen – vergangenes Wochenende. Freitag treffen wir, 20 FotografInnen und Models, uns in unserer Unterkunft im Westen von Rügen. Die Stimmung ist locker, die Menschen nett. Schnell findet sich, wer zusammenpasst und miteinander Fotos machen möchte. Amy und ich reden, glaube ich, erst am nächsten Tag am Strand des Kap Arkona das erste Mal wirklich miteinander, als ich sie frage, ob sie spontan Lust hat, sich für mich, mit Blick aufs Meer, zwischen die Sanddornsträucher zu stellen. Sie sagt ja und irgendwie spüren wir wohl beide, dass die Chemie passt.

Der Sanddorn duftet, die leichte Brise vom Meer zieht kühl hinter die Ohren. Mir gefällt das. Diese raue Ruhe. Dieses bedeckte Wetter. Ein Gefühl von Freiheit.
Die Fotos sind in aller Kürze und trotz dessen in aller Ruhe gemacht. Wir laufen langsam, durch den leicht feuchten Sand, zurück zu den anderen, während wir uns unterhalten. Im Hintergrund rauschen die seichten Wellen der Ostsee und ich kann das Meer riechen. Endlich wieder.