Charlotte





´





Das neue Jahr hat begonnen, meine Reise nach Rügen liegt mittlerweile ungefähr zwei Monate zurück und ich schaue in ein vielversprechendes 2016. Allerhöchste Zeit also, sich, nach schönen Aufträgen im letzten Quartal, wieder an freie, persönliche Arbeiten zu machen. Da aber noch nichts Neues existiert, ein Meetup erst in zwei Wochen stattfindet und das Shooting mit der wunderbaren Azaria Noemi auch erst Ende Januar realisiert wird, möchte ich die Wartezeit in den nächsten Tagen mit letzten Fotos aus Rügen verkürzen.

Den Anfang des stürmischen Abschlusses bildet Charlotte. Die Bildauswahl ist mir hier besonders schwer gefallen. Aber warum nicht auch mal einfach… zehn (10!) Bilder veröffentlichen… hach.

Der Wind am Kap Arkona pfeift um die nassen Beine und durch die langen Haare. Die Haare auf den Armen stellen sich auf, bevor ich auf den Auslöser drücken kann. Schön.

Für die einen ist das bewölkte Wetter an diesem Tag Grund zum Ärger. Ich, als Teil der anderen, bin glücklich über das sanfte Licht. Über die harten Kontraste mit weichen Schatten, die sich so stimmungsvoll ineinander fügen. Und dann bricht Charlotte diese kühle Schönheit des Trüben durch Wärme, klare Körperkonturen und ihre Blicke auf. Den Kratzer am Oberschenkel zieht sie sich, ohne es zu merken, beim Herumkraxeln auf den Steinen zu. Es ist einfach zu kalt. Aber sie hält durch. Danke!

Amy




Rügen – vergangenes Wochenende. Freitag treffen wir, 20 FotografInnen und Models, uns in unserer Unterkunft im Westen von Rügen. Die Stimmung ist locker, die Menschen nett. Schnell findet sich, wer zusammenpasst und miteinander Fotos machen möchte. Amy und ich reden, glaube ich, erst am nächsten Tag am Strand des Kap Arkona das erste Mal wirklich miteinander, als ich sie frage, ob sie spontan Lust hat, sich für mich, mit Blick aufs Meer, zwischen die Sanddornsträucher zu stellen. Sie sagt ja und irgendwie spüren wir wohl beide, dass die Chemie passt.

Der Sanddorn duftet, die leichte Brise vom Meer zieht kühl hinter die Ohren. Mir gefällt das. Diese raue Ruhe. Dieses bedeckte Wetter. Ein Gefühl von Freiheit.
Die Fotos sind in aller Kürze und trotz dessen in aller Ruhe gemacht. Wir laufen langsam, durch den leicht feuchten Sand, zurück zu den anderen, während wir uns unterhalten. Im Hintergrund rauschen die seichten Wellen der Ostsee und ich kann das Meer riechen. Endlich wieder.