Jana V






Ein weiterer Nachzügler. Jana durfte ich im Februar letzten Jahres in Hamburg kennenlernen und fotografieren. Einige Sets aus unserem Shooting habe ich bereits veröffentlicht. Dieses hier ist anders. Die Haare zerzaust, der Ausschnitt des Bodys tief herunter gezogen. Nippelgate. Jana erkennt sich auf den Bildern selbst kaum wieder, als ich sie ihr Während des Shootings zeige. Aber es gefällt ihr. Und wir beschließen nach dieser Serie zufrieden die Taschen zu packen und den Tag ausklingen zu lassen. Beim Schritt aus dem Haus auf die Reeperbahn strömt mir kühle Luft in die Nase und ich mache mich auf den Weg zur Bahn.

Jana IV


 

Natürlich können wir die rote, samtbezogene Couch nicht ignorieren, die da unter dem vintage Rennrad steht und geradezu danach schreit, beachtet zu werden. Jana tut ihr den Gefallen. Ihre helle, glatte Haut hebt sich von der dunklen Umgebung ab, drängt sich mit aller Zartheit in den Vordergrund, um dann wieder in den Schatten mit dem Hintergrund zu verschwimmen.

Jana III



 

Wir bleiben auf dem Boden. Ich greife mir eine Leiter und begebe mich ein paar Stufen höher, um mich über Jana zu beugen, die auf dem kühlen, abgewetzten und durch unzählige Schuhe zerschundenen, Boden liegt.

Die klaren Kanten ihres schlanken Körpers werden, trotz des nur schwachen Lichts des kleinen Fensters, klar definiert. Fast ätherisch wirkt Jana, wie sie in dem weißen Body auf dem Wald aus gesägtem Holz liegt – fast elfenhaft.

Jana



 

Ich war auf Tour. Knapp zwei Wochen lang führte mich meine kleine Reise zu alten FreundInnen und Bekannten in Aachen, Hamburg und Berlin. Unterwegs traf ich Menschen, die ich kannte, Menschen, die ich nicht kannte und fotografierte von beiden Teilen ein paar. Zwischen geselligen Abenden in WGs mit Bier und Musik gab es ruhige Gespräche bei kleinen Shootings.
Die Fotos werde ich nicht chronologisch veröffentlichen. Vielmehr in der Reihenfolge, über die ich spontan, je nach Laune entscheiden werde.

Den dunklen, geheimnisvollen Anfang macht Jana Carolina Jale. Ein Model aus Lüneburg, das ich wunderbarer Weise in einer Hamburger Wohnung treffen durfte. Direkt auf dem Kiez. Kann man machen – war schön. Vielen Dank hier noch mal an die Jungs, die uns ihre Charakterbude überlassen haben. Jana und ich wollten schon, wie es bei mir mit vielen Models der fall zu sein scheint, seit längerem zusammen kreativ sein. Umso größer war nun bei uns beiden die Freude.

Während Jana sich, nicht sichtbar, aber dennoch leicht angeschlagen von der vergangenen Nacht, fertigmacht, inspiziere ich die Wohnung. Genauer: das Wohnzimmer. Wenig Licht. Sehr wenig Licht. Eine Stehlampe, deren Schirm ich kurzerhand abmontiere, ist neben dem Hinterhoffenster, die einzige Lichtquelle. Die grünlich-blau schimmernden Kerzenlampen des schlichten Kronleuchters sind zu vernachlässigen.

Im Gegensatz zum Licht ist Jana ab der ersten Minute voll dabei. Der Blick geübt, die Posen sicher. Uns beiden fehlt noch etwas die Lockerheit. Aber dann, nach ein paar Momenten, sind wir beide angekommen. An diesem Tag entstehen vier Sets mit Jana und ich bin froh, dass wir es geschafft haben, uns endlich zu treffen.

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Azaria II


Als in meinem Zimmer das Licht langsam zur Neige geht, schlage ich vor, kurz auf den Balkon meines Mitbewohners zu gehen, um zu sehen, ob das Licht dort besser ist. Und ja, es war besser. Die Tür halten wir erst noch geschlossen. Die schmutzigen Fenster brechen das Licht, das dann gedämpft, aber mit Kraft in das Zimmer fällt, als wollte uns die untergehende Sonne zeigen, was sie kann.

Azaria, die mir vorher im Auto noch gesagt hatte, dass Kälte nicht ihr bester Freund wäre, tritt mit mit ihren nackten Füßen schließlich auf den kalten Beton des Balkons. Unter ihr erstreckt sich der grüne Innenhof, umrandet von Backsteinbauten aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Hintergrund hören wir leise Autos und das alltägliche Rauschen der Stadt. Durch das gekippte Fenster meines Zimmers neben dem Balkon klingen weiterhin leise die Rolling Stones.

Die Abendsonne wärmt nur wie ein warmer, kurzer Hauch, die nackte Haut und Azaria bekommt Gänsehaut. Ein optisches Versprechen von Wärme, das nicht hält, was es verspricht. Ich suche den richtigen Ausschnitt, suche und suche, Azarias Füße werden kälter und die Gänsehautschauer weichen langsam aber sicher einer permanenten Gänsehaut. Dann finde ich, was ich suche und fange es ein, bevor es weg ist.

Azaria


Schon ungefähr Mitte letzten Jahres ist mir Azaria aufgefallen und ich musste sie einfach fragen, ob sie mit mir shooten möchte. Und siehe da: ja, sie will.
Azaria war Ende Januar zu Besuch in Leipzig und machte, auf dem Rückweg in ihre Heimat, die Schweiz, einen Abstecher in meinem bescheidenen Heim in Halle. Am Nachmittag des Mittwochs letzter Woche hole ich sie vom Bahnhof ab, wir fahren zu mir und ich setze, nach einer kurzen Wohnungsführung, Kaffee auf. Nachdem wir uns auf ein passendes Outfit geeinigt haben, macht es sich Azaria auf dem Bett bequem und ich lasse Musik von den Stones laufen…