Charlotte





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Das neue Jahr hat begonnen, meine Reise nach Rügen liegt mittlerweile ungefähr zwei Monate zurück und ich schaue in ein vielversprechendes 2016. Allerhöchste Zeit also, sich, nach schönen Aufträgen im letzten Quartal, wieder an freie, persönliche Arbeiten zu machen. Da aber noch nichts Neues existiert, ein Meetup erst in zwei Wochen stattfindet und das Shooting mit der wunderbaren Azaria Noemi auch erst Ende Januar realisiert wird, möchte ich die Wartezeit in den nächsten Tagen mit letzten Fotos aus Rügen verkürzen.

Den Anfang des stürmischen Abschlusses bildet Charlotte. Die Bildauswahl ist mir hier besonders schwer gefallen. Aber warum nicht auch mal einfach… zehn (10!) Bilder veröffentlichen… hach.

Der Wind am Kap Arkona pfeift um die nassen Beine und durch die langen Haare. Die Haare auf den Armen stellen sich auf, bevor ich auf den Auslöser drücken kann. Schön.

Für die einen ist das bewölkte Wetter an diesem Tag Grund zum Ärger. Ich, als Teil der anderen, bin glücklich über das sanfte Licht. Über die harten Kontraste mit weichen Schatten, die sich so stimmungsvoll ineinander fügen. Und dann bricht Charlotte diese kühle Schönheit des Trüben durch Wärme, klare Körperkonturen und ihre Blicke auf. Den Kratzer am Oberschenkel zieht sie sich, ohne es zu merken, beim Herumkraxeln auf den Steinen zu. Es ist einfach zu kalt. Aber sie hält durch. Danke!

Dani








Als wir am Abend des 23. Oktober in unserer Unterkunft auf Rügen ankommen, steigen wir, nach einer rund fünfstündigen Fahrt, aus Danis 1er BMW. Das Licht atemberaubend, die Luft das Gegenteil. Es duftet nach Meer und die frische Seeluft strömt das erste Mal tief in die Stadtlungen. Zu lange ist es her und ich fühle mich sofort angekommen, will ans Meer. Wir packen unsere Sachen aus und spontan entscheiden Dani und ich uns, noch am selben Abend ein Shooting zu starten.

Die Sonne geht unter und berührt schon den Horizont, als wir am schmalen Strand ankommen. Das Schilf wiegt sich in der leichten Brise und Danis Haare scheinen das, von Freiheit durchströmt, genau so zu genießen, wie ich. Ich nähere mich Dani langsam mit meiner Kamera, löse aus und die Sonne sinkt langsam weiter. Die Hüllen fallen vorsichtig und das Tuch bietet Schutz vor der Kälte. Ich löse wieder aus. Danke, Dani!